Reiseversicherungen werden online günstiger angeboten
Vieles kann im Internet deutlich günstiger erworben werden, als in einem normalen Laden. Es gibt hierfür eine ganz logische Erklärung. Der Online Händler oder Dienstleister hat für seinen Internetauftritt zu bezahlen, muss Waren kaufen und lagern und sich um das Beantworten von Emails beziehungsweise das Bearbeiten von Bestellungen kümmern. Er bekommt die Versandkosten, die ihm entstehen, entweder für jeden Artikel vom Kunden erstattet oder berechnet die Preise so, dass dieser Faktor gleich mit im Gesamtpreis enthalten ist. Die Beratung der Kunden erfolgt nicht über Kundenberater, also bezahltes Personal, sondern zu einem Löwenanteil durch die exakten Produktbeschreibungen auf der Shopseite. Bezahlt wird für die Lagerung, vielleicht noch Helfer für den Versand, und die Website, die natürlich mit Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing etwas bekannter gemacht werden muss.
Der Händler oder Dienstleister, der außerhalb des WWW agiert, braucht ein Ladenlokal, das er entweder gekauft oder gepachtet hat. Hierfür entstehen Unterhaltskosten, die auf die Verkaufspreise umgelegt werden müssen. Zur Beratung der Kunden braucht der Händler Personal, das auch die Kasse bedient und die Waren – falls nötig – verpackt beziehungsweise aus dem Lager holt. Auch das Lager erfordert Personal zur Verwaltung und Kosten für Strom, ein Posten, der bei beiden Verkaufsmöglichkeiten gleich ist. Insgesamt sind aber bei Pachtverpflichtung, mehreren Lohnzahlungen und Werbung, die auch der Händler in der Stadt, zum Beispiel durch ein optisch ansprechendes Schaufenster, machen muss, höher.
Online Versicherungen: Keine Berater, keine Provisionen
Eine Ausnahme in der Kostenkalkulation, verglichen zwischen Online Anbieter und sonstigem Markt, stellen die Versicherungen dar. So fällt zum Beispiel beim Vergleich von Reiserücktrittsversicherungen auf, dass die Angebote aus dem Netz durchaus um einiges günstiger sind. Auch hier liegt die Begründung eigentlich auf der Hand. Versicherungsgesellschaften, die ihre Vertreter zu den Kunden schicken, müssen bezahlt werden, bekommen aber auch Provisionen. Diese bezahlt letztendlich der Versicherungsnehmer. Diese Arbeit nehmen die Kunden den Online Versicherern ab. Sie kommen von selbst – über die Suchmaschine – zur Agentur, finden dort das gewünschte Produkt und nehmen den Kontakt zur Gesellschaft auf.
Auch in der Agentur, die ihre Versicherungen online vertreibt, werden bezahlte Mitarbeiter sitzen. Sie beantworten Mails, nehmen Telefonate entgehen und kümmern sich um die Policen, die abgeschlossen werden. Auch bezüglich der Schadensregulierungen sind Angestellte nötig, doch der Unterschied liegt in der Hauptsache in der Finanzierung der Außendienstmitarbeiter. Anders ist es genzlich bei Vergleichsportalen wie www.tarifeguide.com, dort gibt es keinen Makler der eine Provision kassiert. Die Provisionen, die diese erhalten, fallen weg, weswegen die Online Produkte einfach günstiger angeboten werden können. Die Serviceleistungen unterscheiden sich kaum von den anderen Gesellschaften, denn sonst wäre eine Konkurrenz zwischen Online Versicherungshandel und freiem Markt mit Vertreter überhaupt nicht denkbar. Die Leistungen der einzelnen Policen verhalten sich, wie nun einmal Versicherungen zueinander vergleichbar sind: Der eine Anbieter hat zum gewünschten Preis mehr Leistungen inklusive, der andere eben weniger. Das ist völlig unabhängig davon, ob nun ein Vertreter in Schwiegersohnformat, gekleidet mit einem Anzug und Krawatte, sympathisch zu einem Kaffee ins Haus kommt, oder die Versicherung praktisch über das Internet abgeschlossen wird.
Versicherungsvergleich am Beispiel der Reiserücktrittsversicherung
Wer eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, sichert damit ab, dass er im Falle eines triftigen Verhinderungsgrundes, aus dem er die Reise nicht antreten kann, nicht die kompletten Stornogebühren alleine tragen muss. Unterschieden können sich je nach Angebot einige Faktoren, die unter dem Strich eine Menge Geld ausmachen können. Völlig ohne eine Reiserücktrittsversicherung kommen Last Minute Bucher aus, denn die Abschlussfrist spielt eine wesentliche Rolle und greift bei einem kurzfristigen Urlaub gar nicht mehr. Auch der Selbstbehalt, also die Summe, die der verhinderte Urlaubsgast trotz der Versicherung zu zahlen hat, variiert – je nach Preis für die Versicherung. Bis zu 25 Prozent vom Reisepreis sind manchmal trotz einer Reiserücktrittsversicherung noch selbst zu zahlen, wie auch auf www.wikipedia.org erklärt. Das kann bei einer mehrere tausend Euro teuren Fernreise zwar immer noch eine größere Summe sein, jedoch längst nicht so viel, wie ohne jegliche Absicherung. Die Online Vergleiche sind einfach auf Portalen oder durch Anfragen bei verschiedenen Versicherern, bequem per Email erledigt.
Einige Modelle für Reiseversicherungen
So, wie bei einer Gebäudeversicherung einige Faktoren – etwa die Wohnfläche und die Bauklasse der Immobilie – eine wichtige Rolle für die Errechnung vom Versicherungsbeitrag spielen, ist auch bei Reiseversicherungen Bemessungsgrundlage, wer sich für welche Reise mit welchen Policen eindeckt. Ein Single oder eine Familie? Und wenn Familie, wie viele Personen? Das kann schon einmal einen Unterschied im Versicherungspreis ausmachen. Dann ist für die Versicherungsgesellschaft natürlich auch interessant, wohin die Reise oder die Urlaubsfahrten hinführen. Damit stellt sich dann schon die Frage, ob man mit einmaliger Police oder Jahresversicherung Reiserücktritt und andere Faktoren absichert. Wer nämlich öfters im Jahr verreist, kommt günstiger weg, wenn er nicht für jede einzelne Reise eine Rücktrittsversicherung (und andere Komponenten aus dem Bereich Reiseversicherungen) abschließt, sondern eine Jahresversicherung, die für alle bereisten Länder ihre Gültigkeit hat.
Hier ist das Augenmerk dann auf die Vertragsdetails zu legen; nur innereuropäische Aufenthalte zu versichern und dann nach Australien zu reisen, ist sinnlos. Kombinierbar zu solchen Jahresversicherungen gibt es natürlich auch entsprechende Modelle der Reisekrankenversicherung, der Gepäckversicherung, einer Reiseabbruchversicherung und einer Unfallversicherung, die besonders dann wichtig ist, wenn die Ferien auch durch sportliche Aktivitäten gestaltet werden. Wie schnell ist beispielsweise beim Wildwasser-Raften etwas passiert, das beim einfachen „Gammeln“ am Strand gar nicht möglich ist. Besonders aktive Menschen sollten diese Unfallversicherung mit einplanen, was aber nicht heißt, dass man während einer Stadtbesichtigung zu Fuß nicht auch von einem Auto angefahren werden kann. Mit dem ausreichenden, aber günstig ergatterten Schutz in der Hinterhand wird der Urlaub – ohne finanzielle Gefahren – noch einmal so schön.